Dentale Röntgenuntersuchung

Wichtiger Bestandteil einer jeden Zahnbehandlung in der tiermedizinischen Praxis ist die dentale Röntgenuntersuchung. Diese ist in Ergänzung zur sorgfältigen Überprüfung der einzelnen Zähne mittels Sonden zu verstehen.

Auch wenn sich bei der visuellen Voruntersuchung schon erste Tendenzen erkennen lassen, welche Zähne krankhaft verändert sein könnten, gibt in manchen Fällen erst die Röntgenuntersuchung der Zähne das volle Bild wieder.

Leider kann eine qualitativ gute Aufnahme nur im Rahmen einer Vollnarkose erstellt werden. Einerseits ist das Risiko von verwackelten oder schlecht positionierten Aufnahmen am wachen Tier wesentlich höher – andererseit ist eine vorherige Aufreinigung der Zähne unabdingbar, da Zahnstein zu Verfälschungen der Röntgenbefunde führt.

Ein weiteres Einsatzgebiet der Röntgenuntersuchung ist eine Nachkontrolle des Wurzelsfaches nach durchgeführten Extraktionen. Da verbleibende Wurzelreste sich entzünden können und gegebenenfalls bei den Tieren zu starken Schmerzen führen, sollte bei unsicherem Extraktionserfolg immer ein Kontrollbild angefertigt werden.

Die Gebührenordnung für Tierärzte sieht vor, dass jede Röntgenaufnahme einzeln abgerechnet werden muss. Daher handelt es sich bei dieser Untersuchung leider um einen recht kostspieligen, aber für ein qualitativ hochwertiges Ergebnis nicht vermeidbaren Untersuchungsschritt.